Geschichte des E-Sports

E-Sport, also der sportliche Wettkampf der Computerspieler, ist eine stark wachsende Sportart. Die Events der Gamer füllen mittlerweile große Hallen, und Stars der Szene werden von Tausenden gefeiert. Doch der Sport ist nicht so jung, wie manche meinen, deshalb schildern wir euch im folgenden Blogeintrag die Geschichte dieser Sportart.

Namensgeschichte

Der Begriff E-Sport wird seit Ende der 1990er verwendet. Er stellt dabei eine Verbindung des Wortes elektronisch (e) und Sport da.

Beginn des E-Sports

Die Ursprünge des E-Sports liegen bereits in 1950er-Jahren. Schon das 1958 erschienene Spiel Tennis for Two beinhaltete die Möglichkeit für zwei Spieler, gegeneinander anzutreten. Auch im 1972 veröffentlichten Pong, das als das erste populäre Videospiel gilt, gab es die Möglichkeit, dass Spieler gegeneinander antreten.

Erste Turniere

In den 1970er-Jahren gab es auch die E-Sport-Turniere, auch wenn sie deutlich kleiner waren als die heutigen. So gab es an Stanford-University ein Turnier in dem Spiel Spacewar!. 1980 folgte ein von dem Spielehersteller Atari ausgerufener Wettkampf in dem Spiel SpaceInvaders. Dieses Turnier ging über drei Monate und hatte über 10.000 Teilnehmer.

Arcadenspiel

1982 veröffentlichte Walter Day das Twin Galaxies National Scoreboard, in dem die nationalen Highscores in über 100 Arcade-Spielen festgehalten wurden. Die Spieler, die diese Rekorde aufgestellt hatten, wurden ein Jahr später in das amerikanische nationale Videospiel-Team aufgenommen. Dieses erste professionelle Videospiel-Team reiste 1983 durch die USA, und ihre Spiele wurden teils im Fernsehen übertragen. Im folgenden Jahr trat das Team bei der Weltmeisterschaft unter anderem gegen Mannschaften aus Italien, Japan und Großbritannien an. Es folgten bis Mitte der 1990er Weltmeisterschaften in nahezu allen beliebten Arcade- und Konsolenspielen.

Das Internet und LAN-Partys

Es gab mit Netrek zwar bereit Mitte der 1980er Jahre ein Spiel, das online von mehreren Mannschaften gegeneinander gespielt werden konnte, doch Onlinespiele wurden erst wirklich relevant, als es der breiten Masse möglich wurde, sich entsprechende Hardware zu kaufen. In dieser Zeit wurden aber zunächst sogenannte LAN-Partys populär. Dabei brachten die Spieler ihre PCs mit, um diese mittels sogenannter LAN-Kabel zu verbinden. Das führte dazu, dass sich Mitte der 1990er große Menschengruppen in Hallen trafen, um gegeneinander zu spielen.

Mit größerer Verbreitung des Internets und einer Zunahme der Geschwindigkeit der Kabel wurde die lokale Begrenzung der LAN-Partys immer weiter aufgehoben und es kam zu globalen Duellen im E-Sport. So entwickelten sich weltweit die ersten E-Sport-Ligen, wobei besonders in Südkorea E-Sport immer wichtiger wurde. Außerhalb Süd-Koreas wurde vor allem der Shooter Counter Strike immer populärer. Hier professionalisierten sich die Spieler zunehmend und es wurden immer höhere Preisgelder ausgelobt.

E-Sport als weltweites Phänomen

Anfang der 2000er wurden mit den World Cyber Games und dem Electronic Sports World Cup die wichtigsten Turniere der Szene gegründet. Die beiden Turniere haben bis heute einen hohen Stellenwert in der Szene. Seit 2002 sind durch die Einführung von X-Box-Live auch Konsolenspieler immer stärker in die weltweite E-Sport-Szene integriert. In der Folge dieser Entwicklungen wurden immer mehr Turniere mit teils astronomischen Gewinnsummen eingeführt.

Bereits 2005 wurde bei der CPL World Tour ein Gewinn von einer Millionen Euro ausgelobt. Doch dies hat sich bis heute immer weiter gesteigert. Mittlerweile gibt es Turniere mit mehreren Millionen Euro Preisgeld und gerade in Asien füllen diese Turniere heute Hallen mit mehreren 10.000 Besuchern. Es scheint, als sei E-Sport unaufhaltbar.